post-title Da wird man zum Hirsch! https://www.hirzenhain.net/wp-content/uploads/Ortsschiild.jpg 2018-12-21 13:57:13 yes no Posted by Categories: Blog, Geschichte

Da wird man zum Hirsch!

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Da wird man zum Hirsch!

Früher oder später stellt sich einem diese Frage schon: Woher rührt der Name “Hirzenhain”? Da kann man zum Hirsch werden. Und das ist das Stichwort. Gut, es gibt verschiedene Thesen dazu. Aber die wahrscheinlichste ist, dass der Ortsnamen irgendetwas mit diesen Geweihträgern zu tun hat, die, meist von einem ansehnlichen Harem begleitet, röhrend durch den Forst traben. Bei uns inzwischen ja weniger, aber bei Rittershausen und im Wittgensteiner Land schon noch.
Wir reden vom König der Löwen, ähmm, nee, vom König der Wälder. Diese Paarhufer mit dem imposanten Kopfschmuck gab es, das ist belegt, in früheren Zeiten auch in Hirzenhain. Und als Hain pflegte man damals „umhegte Siedlungen“ zu bezeichnen, während die Wörter „Hirusz“, „Hierz“ und „Hierzt“ im Alt- und Mittelhochdeutschen für „Hirsch“ standen. Entsprechend taucht der Ort in alten Urkunden auch mal “Hirczinheyn” (1387), “Hirtzenhan” (1454) oder “Hirtzenhayn” (1593) auf.
Möglich, dass da eine direkte Verbindung besteht , zumal es damals häufig vorkam, das im Umfeld von Adelssitzen spezielle Hirschgehege, also Hirschhaine, angelegt wurden, damit die hohen Herrn bei Bedarf auch entsprechend zum (Ab-)Schuss kommen konnten. Unser Namensvetter-Dorf im Vogelsbergkreis trägt interessanterweise einen Hirschkopf in seinem Gemeindewappen. Zufall? Ach ja: In der Gemarkung Eiershausen gibt es ja auch den Hirschberg, und ein ganzer Herborner Stadtteil heißt gleich so…

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