post-title Der Buschjung trickst
den Tiefflieger aus https://www.hirzenhain.net/wp-content/uploads/Kuhgespann.jpg 2018-03-11 08:21:39 yes no Posted by Categories: Anekdoten

Der Buschjung trickst
den Tiefflieger aus

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Der Buschjung trickst <br /> den Tiefflieger aus

Die Version des „Busch-Jungs“ über einen Tieffliegerangriff hingegen deckt sich zwar nicht ganz mit den Erkenntnissen führender Historiker und mag auch in ballistischer Hinsicht durchaus einige Ungereimtheiten beinhaltet haben. Interessanter als die offiziellen Darstellungen ist sie aber allemal. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs hatten die alliierten Jagdflieger bei ihren sporadischen Besuchen in Hirzenhain alles unter Feuer genommen, was nicht rechtzeitig in Deckung gegangen oder im Bunker am Kurzbeul verschwunden war. So auch besagten Herrn, als dieser eines Abends gerade mit seinem Kuhgespann in Richtung Hornberg unterwegs war. Dies, um Jauche („Sull“)  auf dem Acker auszubringen.

Feuer aus allen Rohren


Der “Busch-Jung”.

In Höhe des damaligen Dreschschuppens nahm das dramatische Geschehen seinen (Ver-)Lauf. Da hagelte es nur so blaue Bohnen. Noch Jahrzehnte später waren in dem heute von Matthias Bieber bewohnten Haus Einschusslöcher zu sehen. Aber die wurden damals als Kollateralschäden verbucht. Reinhard Dobener fand sich im Fadenkreuz des herumballernden Amis. Ein willkommenes und leichtes Ziel für den Feind von der US- Air Force.

Von dem durchsiebten Güllefass mal abgesehen: Der Angegriffene und seine Rindviecher überstanden die heimtückische Attacke unbeschadet. Was letztendlich und ausschließlich den  guten Reflexen und der  Reaktionsschnelligkeit des Gespannführers zu verdanken war: „Mit dr Gaaselschmigg ho aich de Kuweln wegggeschloh“, berichtete der wackere Held seinen atemlos lauschenden Zuhörern. Mit anderen, hochdeutschen Worten: Die heranfliegenden Geschossprojektile wollte der beherzte Verteidiger kurzerhand mit der Peitschenspitze abgeblockt haben. Von ihm hätte selbst der Baron von Münchhausen noch einiges lernen können….

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