post-title Der Skiclub https://www.hirzenhain.net/wp-content/uploads/1-Skiclub.jpg 2018-02-01 17:08:52 yes no Posted by Categories: Ortsvereine

Der Skiclub

Posted by Categories: Ortsvereine
Der Skiclub


Weit schweift der Blick ins Dietzhölztal: Der „Hausberg“ der Hirzenhainer Wintersportler. Hier finden Ski-Hasen optimale Bedingungen. Der leistungsstarke Lift kann bis 700 Personen pro Stunde befördern. Rechts Hessenmeisterin Jara Knell.

Dass es seit einigen  Jahren mit der weißen Pracht etwas hapert, dafür können sie nix. Aber wenn sie sich denn einstellt, dann bieten die Mitglieder des hiesigen Ski-Clubs Wintersportfreunden aus nah und fern optimale Bedingungen. Die (baulichen) Voraussetzungen, sich auf Hängen, Pisten und Loipen auszutoben, sind gegeben. Da braucht sich Hirzenhain hinter den großen Mittelgebirgs-Zentren nicht zu verstecken.

Der SC war hessenweit einer der ersten, der sich nach dem Zweiten Weltkrieg formierte. An einem 13.übrigens. Keinem Freitag, sondern einem  November-Dienstag anno 1945. Damals firmierten die Anhänger des weißen Sports noch unter dem Namen “Sausewind”, der irgendwann später einmal stillschweigends zu den Akten gelegt und durch „Ski– und Wanderclub“ ersetzt wurde. Bereits zwei Jahre nach der Vereinsgründung hielten die Ski-Hasen Einzug in ihre Ski-Hütte auf der Hohen Koppe, einer nach heutigen Maßstäben bescheidenen, aber gemessen an den damaligen Standards hoch komfortablen Bleibe. Die bot sogar Übernachtungsmöglichkeiten.

Das war erst der Anfang und der Beginn einer stetigen, bis heute anhaltenden Aufwärtsentwicklung, sowohl in personeller als auch in infrastruktureller Hinsicht. Reden wir nicht von der 1965 eingeweihten HiHai-Sprungschanze in der Sannseife, die in ihren besten Zeiten Flüge von bis zu 45 Metern ermöglichte. Die Anlage ist längst verfallen. Dafür ist der leistungsstarke, 500 Meter lange Doppelschlepplift am Hausberg des Clubs, dem Eiershäuser Hang, nach wie vor auf der Höhe der Zeit. Die 1975 in Betrieb genommene Einrichtung ist das Herzstück des Hirzenhainer Wintersportzentrums und kann bis zu 700 Personen pro Stunde befördern.  Die beiden dazu gehörigen und von der vereinseigenen Raupe entsprechend präparierten Pisten ermöglichen rasante Abfahrten von 600 bzw. sogar 800 Metern Länge und überbrücken einen Höhenunterschied von 150 Metern.

Hier hat auch die DSV-Skischule ihrern Platz. Vom Hessischen Ski-Verband lizensierte Trainer weihen Neulinge in die Geheimnisse des gar nicht mal so kalten Sports ein. Unweit der Bergstation nehmen zwei bei entsprechender Schneehöhe gespurte Loipen ihren Anfang, die nordisch angehauchte  Langläufer und Skiwanderer fünf bzw. zehn Kilometer durch ein beeindruckendes Landschaftspanorama führen und sowohl für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene geeignet sind.

Meistertitel und Medaillen

Angesichts solcher Bedingungen und Trainingsvoraussetzungen wundert es kaum, das die sportiven Brettl-Fans im Laufe der Jahre viele Meistertitel und Medaillen eingefahren haben. Auf zwei  Brettern hat auch Speed-Queen Tina Hermann einmal hessenmeisterlich angefangen, aber inzwischen die Disziplin gewechselt. Die Skeleton-Weltmeisterin von 2016 und Olympia-Fünfte gilt als die mit Abstand erfolgreichste Athletin aus dem HiHai-Rennstall, dessen Vorsitzender zufälligerweise ihr alter Herr ist. Horst Hermann steht an der Spitze eines Vereins, der inzwischen die 400-Mitglieder-Marke übersprungen hat und der konsequent auf die Nachwuchsförderung setzt. Nicht nur im Winter. Neben gemeinsamen Wanderungen, sportliche Freizeitunternehmungen mit Kindern und Jugendlichen sowie  Laufwettbewerben steht regelmäßig auch die Teilnahme an diversen Inline-Slalomrennen auf der Agenda. Auch dabei winken immer mal wieder Hessen-Medaillen.


Auf dem Sprung: v.l.n.r. Ernie Wagner, Volker Schmidt, Hartwig Bieber, Elfie Schneider, Horst Hermann, Harald Holighaus, Rolf Knell, Joachim Schneider und Rudi Büttner. Das waren noch Zeiten!

Auf Erfolge anstoßen lässt sich am besten in der vereinseigenen Ski-Hütte am Hang, wobei der Begriff “Hütte” krasses Understatement ist.  Das gemütliche und großzügig ausgestattete Heim bietet auch größeren Gesellschaften Tagungsraum. Der Ausblick, der sich von hier aus weit bis ins Dietzhölztal hinein bietet, ist phantastisch. Skifreizeiten und gesellige Veranstaltungen wie das traditionelle Oktoberfest gehören seit Jahren zum festen Bestandteil des Clublebens, ebenso die Teilnahme am gesellschaftlichen Ortsleben.

Im Jahre 2005 hatte der Ski-Club mit großem Aufwand sein 60-jähriges Jubiläum gefeiert. In 2020 geht es dann in die nächste Geburtstagsrunde. Damals zur “Ski-Olympiade” hatten sich die Gastgeber sogar eigens Kunstschnee aus der Skihalle in Botropp anliefern lassen. Vielleicht wäre das ja auch für die Zukunft eine Option…..

Kontakt: Horst Hermann,

Tel: (Skihütte): 02770 / 577, Email: sc.hirzenhain@web.de, Internet: www.skiclub-hirzenhain.de

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.