post-title Die CDU Hirzenhain https://www.hirzenhain.net/wp-content/uploads/1-CDU.jpg 2018-02-01 17:08:52 yes no Posted by Categories: Ortsvereine

Die CDU Hirzenhain

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Die CDU Hirzenhain


Die Hirzenhainer CDU vereint viele Jahrzehnte kommunalpolitischer Erfahrung. V.l.n.r.: Ortsvorsteher Heiner Baum, Arno Baum, Emil Lorenz, Heinke von der Heydt, Jürgen Schneider, Parlamentsvorsteher Hans-Otto Hermann und der langjährige Eschenburger Bürgermeister Walter Jank.

74 Jahre hat die Union mittlerweile auf dem Parteibuch. 1945 von Katholiken der Deutschen Zentrumspartei und evangelischen Christen als konfessionsübergreifende politische Bewegung gegründet, hat sie, Höhen und Tiefen inklusive, die Zeiten überdauert. Nicht ganz so alt ist ihr Hirzenhainer Ableger. Den gibt es erst seit 1973.  Dessen erster Vorsitzender hieß auch nicht Konrad Adenauer, sondern Erich Christ. Der unvergessene Christian Lenzer, der damals als heimischer Wahlkreisabgeordneter seine erste Wahlperiode im Deutschen Bundestag bestritt, zählte seinerzeit zu den Taufpaten. Mit Kreisgeschäftsführer Günter Hofmann assistierte dem Gymnasiallehrer dabei ein weiteres CDU-Urgestein. Es konnte losgehen.

Mit der Gründung des Hirzenhainer CDU-Orstverbandes hatte die große Volkspartei endlich auch im Segelfliegerdorf Tritt gefasst. Das politische Spektrum erweiterte sich. Neue Ideen sollten die Kommunalpolitik befruchten und sorgten für frischen Wind. Dass diese durchaus mehrheitsfähigen waren und sind, bewiesen die satten Wahlergebnisse in den Folgejahren. Und das ist ja bis heute so geblieben.

Hatten die Mitglieder der kleinen, aber schlagkräftigen Parteigliederung auch nie einen Hehl aus ihren von der Konkurrenz als “konservativ” klassifizierten Grundüberzeugungen gemacht, war parteipolitisches Kalkül aber stets Nebensache. Es ging den Mitgliedern nicht um Parteiräson, sondern darum, an der Ausgestaltung des Dorfes mitzuwirken und diese positiv zu beeinflussen und zu prägen. Eine Position, die sie, trotz aller inhaltlichen Differenzen, auch mit den übrigen politischen Gruppierungen im Dorf teilten. Für kleinliches Parteiengezänk war in Hirzenhain nie Raum. Das hätten die Bürger auch nicht akzeptiert. Hier  auf der untersten Ebene, an der kommunalpolitischen Front, zählen andere Tugenden. Und wenn’s dann mal in der Gemeindevertretung wieder mächtig gekracht hatte, für ein gemeinsames Bier blieb im Anschluss immer noch Muße.

Vor eine erste große Herausforderung gestellt sahen sich (auch) die Unionschristen, als Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die “Gebietsreform” genannte kommunale Neugliederung zur Debatte und im Raum stand. Den aberwitzigen Plan gewisser Grüner-Tisch-Strategen in Wiesbaden, Hirzenhain dem Hinterland und damit dem Kreis Biedenkopf zuzuschustern, galt es mit allen Mitteln zu durchkreuzen. Auch dabei herrschte parteiübergreifende Einigkeit. Dass Hihai schließlich bei Eschenburg landete, war im Nachhinein betrachtet die schlechteste Lösung ja nicht.

Glückwünsche aus dem Kanzleramt


Auch schon ein paar Jährchen her. Der CDU-Ortsverbandsvorstand im Mai 1998 zum 25-jährigen Jubiläum. V.l.n.r.: Hans Otto Hermann, Martin Holighaus, Emil Lorenz, Jürgen Schneider und Arno Baum.

Ganz so viele Vorsitzende verschlissen wie die Mutterpartei auf Bundesebene haben die Unionsleute im Höhendorf nicht. Während in Bonn und später in Berlin nach dem großen “Alten” Ludwig Erhard, Kurt Georg Kiesinger, Rainer Barzel, Helmut Kohl, Wolfgang Schäuble und Angela Merkel die Staffelhölzer tauschten, waren es hier nach dem Christ-Erich lediglich vier Chefs: Peter Rehberg, Jürgen Schneider, Heinke v.d. Heyt und seit 2014 bis heute Heiner Baum. Letzterer zeichnet zugleich als „Orstbabbe“ verantwortlich. Vornehme Leute sagen ja Ortsvorsteher dazu. Und mit Hans-Otto Hermann als Vorsitzendem der Eschenburger Gemeindevertretung besetzen die Hirzenhainer Christdemokraten aktuell eine weitere bedeutende kommunalpolitische Schlüsselstellung. Jahrelang stellten sie mit Walter Jank auch den Bürgermeister der Großgemeinde. Jürgen Schneider hat es an der Spitze des Ortsverbandes am längsten ausgehalten: Ein Vierteljahrhundert stand er der örtlichen Parteigliederung vor. Und als die im Mai 1998 ihr Silberjubiläum feierte, gratulierte auch der damalige Kanzleramts-Chef Friedrich Bohl – persönlich.

Der Erfolg hat viele Väter. Und so vermessen, sich die prosperierende Entwicklung  Hirzenhains in den vergangenen Jahrzehnten , ans eigene Polit-Revers zu heften, ist die örtliche Unionsriege nicht. Aber sie hat ihren Teil dazu beigetragen. Das gilt für den Ausbau des innerörtlichen Straßennetzes ebenso wie für den Bereich der Wasserver- und Abwasserentsorgung. Und die Erschließung neuer Baugebiete. Unbeirrt, ohne Wenn und Aber, hatte man  seinerzeit an den Plänen zum Bau einer Schutzhütte festgehalten. Selbige hatte ja seinerzeit nicht unbedingt ungeteilte Zustimmung gefunden und war zunächst im Gemeindeparlament durchgefallen. Heute sind alle froh, dass sie existiert. Dass sie es tut,  ist zum Teil auch das Verdienst von Jürgen Schneider. Der hatte nicht nur politisch für die Realisierung des Projektes gekämpft,  sondern auch Wesentliches zur praktischen Umsetzung des Baus beigetragen.

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