post-title Die Schienegoll: Eine großartige Frau 2018-03-15 17:00:04 yes no Posted by Categories: Unvergessen

Die Schienegoll: Eine großartige Frau

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Da war beispielsweise die „Schienegoll“. Eine großartige, prächtige  Frau, die durch Fleiß, Bescheidenheit und Herzlichkeit, aber auch durch ihre Lebensweisheit und tiefe Gläubigkeit für Generationen zum Vorbild wurde. Eigentlich hieß sie ja Regine Holighaus. Entsprechend stand es auch in ihrem Pass, aber so nannte sie niemand. Wobei die Silbe „Schiene“ eine Verkürzung des Vornamens Regine darstellte. Und was wir uns unter (einer)  „Goll“ vorzustellen haben, braucht nicht näher erläutert zu werden.


Regine Holighaus,: die „Schienegoll“

Ob in der elterlichen Landwirtschaft, oder später zeitweise sogar als Waldarbeiterin im Tringensteiner Forst, von den Genen her war dieses Hirzenhainer Urgestein für Müßiggang jedweder Art einfach nicht geschaffen. Und so hielt es diese Frau bis ins hohe Alter hinein. Lange Jahre, und auch noch während des Zweiten Weltkriegs, hatte sie für die Gestaltung des Kindergottesdienstes verantwortlich gezeichnet. Parallel dazu und auch noch später versah sie als Küsterin Dienst. Was den Umgang mit Kindern anging, war die „Schienegoll“, die selbst nie geheiratet hatte, ein Naturtalent. Gepaart mit einem immensen Bibelwissen galt sie als wandelndes Lexikon und hatte ob ihrer offenen, warmherzigen und  einfühlsamen Art nicht nur bei den Jüngeren einen dicken Stein im Brett. Auch die Heran- und Erwachsenen schätzten ihren Rat und hatten es gerne mit ihr zu tun.

Regine Holighaus starb 1973 nach einem erfüllten Leben  im gesegneten Alter von 94 Jahren. Im Frühling, so wie sie es sich gewünscht hatte.

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