post-title Drachen, Jungfrauen
und Kleidergröße 32 https://www.hirzenhain.net/wp-content/uploads/Hochzeitspaar.jpg 2018-03-11 10:53:48 yes no Posted by Categories: Anekdoten

Drachen, Jungfrauen
und Kleidergröße 32

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Drachen, Jungfrauen<br/> und Kleidergröße 32

Ein schlauer Hirzenhainer hat mal gesagt: „Fruier musste dey Kerle erst Drache dut  schlo, en konne  do de Jungfraa hoirote. Hau get‘s koa Jungfrae mi, do muss mer gleich den Drache nemme”.

Womit wir beim Thema “Ehestand” wären. In jedem Dorf dieser Größenordnung gibt es einen bestimmten Prozentsatz an notorischen Junggesellen/-innen. Und der ist saisonbedingt variabel. Was mehrere Gründe haben kann. Die einen wollen halt nicht, die anderen will keine(r). Erstere sind nur schwer von den Vorzügen des Ehelebens zu überzeugen, andere erst sehr spät. Zu dieser Kategorie zählte ein ortsbekannter Hobbymaler, der es auf dem Feld der Leinwandkunst zwar ziemlich weit gebracht hatte, in der Disziplin, dem schwachen Geschlecht (wider besseres Wissen) Komplimente zu machen, jedoch etwas schwächelte.

Irgendwann hat es dann irgendwie  doch noch hingehauen. Der Mann war weit über 50, als er den Gang vor den Traualtar wagte. Mit dieser frühen Heirat hätte er sich jedoch, vertraute er Freunden später unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit an, seine ganze Jugend versaut. Dabei hatte er selbst zuvor alle Warnungen seiner Kumpels in den Wind geschlagen:  „Aich ho moi Husset it‘s scho zwaamol verschowe.  Moant ihr, des bringt Uglick? Antwort: „Net, wenn dau su warer mächst!”

Einige Ehejahre später soll ihn seine ehemalige Verlobte  mit folgender, allerding rein rhetorisch gemeinter Frage konfrontiert haben: “Waast dau eijentlich, wos mir iwwerhaupt net passt”? Die Antwort: „Klaaergriese 32!“

Und als die Holde sich auch noch darüber beschwerte “Dau seist aach immer annerer Moanung als aich”, entgegnete er: “Weien Glick. Sust härre mir baare jo Urecht”. Trauring, aber war!

Schöne Jahre in Gefangenschaft

Andere Paare halten es hingegen das ganze Leben in völliger Harmonie miteinander aus und sind glücklich – mehr oder weniger. Und wenn sich dann die 50 oder 60 gemeinsamen Jahre runden, kommt, so ist es üblich, der Reporter von der Zeitung, macht ein schönes Foto und lässt die Ehejubilare (eine meist geschönte) Bilanz ziehen. Ortstermin in der Rehgasse. Auf die Frage, was denn für ihn die schönste Zeit während all der Jahre gewesen sei, antwortete der Jubelbräutigam spontan: „De russische Kriegsgefangeschaft!“ Dieses Zitat soll allerdings der Zensur zum Opfer gefallen und nicht veröffentlicht worden sein.

Folgendes Bonmot darf in unserer Sprüchesammlung auch nicht fehlen. Silberhochzeitsreise an die Ostsee. Mit Zobus-Adventure-Tours. Die Frau, nennen wir sie Erika, plantscht in den Wellen und winkt ihrem am Ufer zurückgebliebenen Robert zu: “Säist dau, wei dey Welle maich imschmaichele?” Er: „Des  jo, owwer aich säi ach, wey dey hinner dir bräche!“

Einige, nicht alle Frauen haben auch bei uns in Hirzenhain Haare auf den Zähnen. Nicht von ungefähr wurde eine entsprechend disponierte Mitbürgerin deshalb (hinter vorgehaltener Hand) auch „Mundhaarmonika” genannt.

Besgte Dame hatte, ihren unwilligen Egon im Schlepptau, das Fliegerfest besucht: “Säist Dau den Besuffene dort henne? Mit dem wor aich emol beinanner. Der hat mir sogar en Hoirotsotroag gemoicht. Aich ho den owwer abgelehnt”. Für Egon war der Fall klar: “Der dout immr noch feiern!”

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