post-title Hennes Reinhard https://www.hirzenhain.net/wp-content/uploads/Motorrad.jpg 2018-03-10 18:47:46 yes no Posted by Categories: Anekdoten

Hennes Reinhard

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Hennes Reinhard

Bei dem Thema Anekdoten kommt man an einem Mann nicht vorbei: “Hennes Reinhard”. Um dieses 1986 verstorbene Hirzenhainer Original, das mit bürgerlichem Namen Reinhard ….. hieß, ranken sich unzählige abenteuerliche, teils haarsträubende Geschichten. Sie würden zusammengefasst allein ein ganzes Buch ergeben. Dass sie nicht erfunden sind, sondern auf Wahrheit und somit tatsächlichen Begebenheiten beruhen, können heute noch lebende Zeitzeugen bestätigen.


Er führt die Hit-Liste der Hirzenhainer Originale an: „Hennes Reinhard“ alias Reinhard Holighaus.

Zu den krachendsten Vorfällen in der an Eulenspiegeleien nicht gerade armen Karriere dieses Burschen gehört die Story von den präparierten Brennholzscheiten. In den 50-er und 60-er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts war es Uso (nicht Quzo), dass die Bewohner des Dorfes ihre zum Heizen vorgesehenen Holzvorräte auf dem Hof stapelten. Die Wege zum Herd in der Küche oder dem Ofen in der guten Stube waren somit kurz. Daher kommt übrigens auch der Ausspruch “Der/die hat viel Holz vor der Hütte” 🙂

Dieses Bevorratungs- und Lagersystem hatte jedoch Schwächen. Es kam nämlich immer wieder vor, dass sich Schlaumeier nachts an den Vorräten schadlos hielten. Das war bequemer und weniger anstrengend, als das Holz im Wald selbst zu schlagen, zu spalten und klein zu sägen. Um den Dieben eine Lektion zu erteilen, hatte Herr Holighaus nun mehrere  Exponate ausgehöhlt, mit Schwarzpulver angereichert und wieder in den Stapel integriert. Allerdings ging der Schuss nach hinten los.

Fatalerweise hatte es der Hausherr versäumt, seine bessere Hälfte in den perfiden Plan einzuweihen. Die Konsequenzen waren katastrophal und traten ein, als sich die ahnungslose Emma morgens an dem Holzstapel bediente, um Feuer im Herd zu machen. Infolge erwies sich eine Komplett-Renovierung der Küche als unumgänglich.

Die gute Frau hatte es auch sonst nicht immer leicht mit ihrem Gatten. Der, ein passionierter Motoradfahrer, pflegte seine Touren in der Regel mit einem rasanten Kavaliersstart zu eröffnen. Der heiße Ofen stellte sich, das Vorderrad in die Luft gereckt, dann auf die Hinterbeine. Eine Technik, die Brösels „Weerner“, der Beinharte, in den gleichnamigen Comics der 90er Jahre perfektionieren sollte. Bei einem dieser filmreifen Startmanöver hatte der Stuntman offenbar vergessen (oder verdrängt), dass seine Angetraute, die Sense geschultert und den Heurechen in der Hand, bereits erwartungsvoll auf dem hinteren Passagiersitz Platz genommen hatte.

Ob‘s die Fliehkraft war, oder halt andere physikalischen Wirkkräfte mit hinein spielten, bleibt sich im finalen Resultat egal. Die arme Frau verlor beim rasanten Take-Off das Gleichgewicht und sattelte ab. Was sich dem Fahrer allerdings erst einige Kilometer später erschloss. Dann nämlich, als er, auf der Zielwiese angekommen, verblüfft das Fehlen der Begleitperson zur Kenntnis nehmen musste. An den Folgen dieses Zwischenfalls soll seine bessere Hälfte noch Jahre später kuriert haben.

Ja und dann war da noch die Polizeistreife, die den Hirzenhainer auf der Autobahn gestoppt hatte und ihm vorhielt, als Geisterfahrer unterwegs zu sein. Die Beamten verblüffte der Mann mit folgender Einlassung: „Wiesu verkierte Richtung? Ihr wesst doch gor nit, wuhie aich will!“.

 

 

 

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