post-title Völlig abgedreht: Die
Sendung mit der Maus https://www.hirzenhain.net/wp-content/uploads/Mausefalle.jpg 2019-03-31 12:48:24 yes no Posted by Categories: Blog, Unser Dorfleben

Völlig abgedreht: Die
Sendung mit der Maus

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Völlig abgedreht: Die <br />Sendung mit der Maus


Damit die Maus keinen Sonnenstich bekommt: In Hirzenhain werden die Nager schonend aus dem Verkehr gezogen.

Deutschlands mit Abstand außergewöhnlichste Mausefalle steht in Hirzenhain – bzw. stand. Wo genau, wird nicht verraten. Da wiegt die Sorge um den guten Ruf des Aufstellers mehr als das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit. Aber dass derjenige welcher einen an der Klatsche hat, ist unbestritten. Man/frau kann es nämlich auch übertreiben, mit der Tierliebe beispielsweise. Immerhin hatten seinerzeit die größten Tierschutz-Magazine und -zeitungen  über diese unkonventionelle Konstruktion berichtet.

Sie ist so ausgelegt, dass es das Opfer, so es hineintappt, nicht gleich Kopf und Kragen kostet. Im Gegenteil: Der Aufenthalt in diesem temporären Gefängnis soll dem Delinquenten so angenehm wie möglich gemacht werden. Als Basismodell dient eine nachträglich mit einigen Extras versehene Lebendfalle, wie es sie überall für ein paar Cents in gut bestückten Drogerien oder im Handel für Land-und Gartenbedarf zu kaufen gibt. Aber die nicht serienmäßige Sonderausstattung macht das Ding erst so interessant und zum Unikat.

Dazu zählen zwei filigrane Papier-Schirmchen, wie sie der Gelati-Italiener in Eibelshausen normalerweise auf seinen Eisbomben und Cocktails drapiert. Was das soll? Die Installation ist der Sorge um die physische Unversehrtheit der Opfer geschuldet. So er oder sie der lockenden Versuchung des verführerisch duftenden Köders im Inneren des Käfigs erliegen und sich plötzlich in selbigem gefangen sehen, kann es passieren, dass Stunden vergehen, ehe Rettung naht.

Und die Gefahr, dass sich der eingekerkerte Schadnager unter den sengenden Strahlen unseres Zentralgestirns einen Sonnenbrand holt oder gar einen Hitzschlag einhandelt, ist ja durchaus real. Eine tote Maus in einer Lebendfalle würde die Sinnhaftigkeit eben dieser ja von vornherein in Frage stellen und ad absurdum führen.

Kurzum: Die Schirme haben zweierlei Funktion. Bei schönem Wetter sollen sie verhindern, dass dem tierischen Häftling die Sonne allzu zu heftig aufs Hirn brezelt, was dem Erfinder des Systems anscheinend aber schon selbst widerfahren ist. Und wenn’s denn regnet, ist der Häftling erst einmal geschützt und holt sich keinen Schnupfen.

Was denn anschließend mit dem Inhaftierten passiert? Wird natürlich frei gelassen und in Nachbars Garten zwei Häuser weiter ausgesetzt. See you again!

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